Welcher Sport hilft bei Besenreisern – und welcher schadet?

Redaktion, 16. APRIL 2025

welcher sport hilft bei besenreisern

Bewegung hilft bei Besenreiser, während die falsche Sportart eher das Gegenteil bewirken kann

Wer Besenreiser hat, fragt sich oft: Sollte ich mehr Sport treiben oder mich lieber schonen? Und wer regelmäßig trainiert, wundert sich manchmal, warum die sichtbaren Äderchen trotzdem mehr werden. Die Antwort ist nicht so einfach – denn Sport ist nicht gleich Sport, wenn es um die Venen geht. Die gute Nachricht zuerst: Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Besenreiser und Venenleiden überhaupt. Aber: Nicht jede Sportart ist venenfreundlich. Manche Trainingsformen erhöhen den Druck in den Beinvenen, belasten die Venenklappen und können das Erscheinungsbild von Besenreisern langfristig sogar verschlechtern. In diesem Artikel erklären wir den Unterschied – mit konkreten Empfehlungen, welche Sportarten helfen, welche man besser meidet und was man zusätzlich für die Beinvenen tun kann.

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Je älter wir werden, desto vielfältiger werden unsere Hautprobleme. Neben Orangenhaut kann es auch zu sichtbaren Adern kommen. Diese nennen sich Besenreiser. Um die sichtbaren Adern loszuwerden, haben sich viele tausend Frauen einer risikoreichen Laserbehandlung unterzogen. Umso besser, dass Forscher nun eine risikolose Methode für Zuhause entdeckt haben.

Warum Sport bei Besenreisern so wichtig ist

Besenreiser entstehen, wenn die Venenwände und -klappen schwächer werden und das Blut sich in den kleinen Gefäßen der Beinvenen zurückstaut. Die erweiterten Gefäße werden als feine rote oder blaue Linien unter der Haut sichtbar.

Der wichtigste Gegenmechanismus ist die sogenannte Wadenmuskelpumpe: Wenn die Wadenmuskulatur sich zusammenzieht, wird das venöse Blut nach oben in Richtung Herz gedrückt. Die Venenklappen verhindern dabei, dass das Blut zurückfließt. Je trainierter die Wadenmuskulatur, desto effizienter arbeitet diese Pumpe – und desto weniger Druck baut sich in den Beinvenen auf.

Sport, der die Wadenmuskulatur rhythmisch und gleichmäßig beansprucht, unterstützt diesen Mechanismus direkt. Sport, der den Druck im Bauchraum erhöht oder das Blut ruckartig in die Beinvenen presst, kann dagegen die Venenklappen belasten und Besenreiser fördern.

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Welche Sportarten sind gut für die Venen?

Auch wenn Bewegung am besten bei Besenreisern hilft, sind nicht automatisch alle Sportarten gut für Besenreiser. Wer etwas gegen die feinen Äderchen tun möchte, kann sich an folgenden Sportarten versuchen:

Schwimmen

Schwimmen gilt in der Phlebologie (Venenmedizin) als die ideale Sportart bei Venenproblemen und Besenreisern. Der Grund: Das Wasser übt von allen Seiten gleichmäßigen Druck auf die Beine aus – ähnlich wie ein Kompressionsstrumpf. Dieser hydrostatische Druck verengt die Venen, fördert den Blutabfluss und entlastet das venöse System.

Zusätzlich bewegt man beim Schwimmen die Beinmuskulatur gleichmäßig und rhythmisch, was die Wadenmuskelpumpe aktiviert. Und: Kühles Wasser zieht die Venenwände zusammen, was den Blutfluss zusätzlich verbessert. Aquajogging und Wassergymnastik haben denselben Effekt und eignen sich besonders für Menschen, die gelenkschonend trainieren möchten.

Walking und Nordic Walking

Walking und Nordic Walking sind laut der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie besonders empfehlenswerte Sportarten bei Venenleiden. Der gleichmäßige Bewegungsablauf aktiviert die Wadenmuskelpumpe, ohne die Venen zu überlasten. Bei Nordic Walking kommen durch die Stockarbeit noch die Armmuskeln dazu, was den gesamten Blutkreislauf ankurbelt.

Auch normales, zügiges Gehen ist wirkungsvoll – und für jeden machbar. Selbst regelmäßige Spaziergänge von 30 Minuten täglich können die Venenfunktion spürbar verbessern.

Radfahren

Radfahren trainiert die Beinmuskulatur intensiv, ohne die Gelenke zu belasten. Die gleichmäßige Pedalarbeit aktiviert die Wadenmuskelpumpe und fördert den venösen Rückfluss. Wichtig: Die Körperhaltung sollte möglichst aufrecht sein, um ein Abknicken im Leisten- und Bauchbereich zu vermeiden – das kann den Blutabfluss behindern. Als Freizeitaktivität ist Radfahren ideal; intensiver Rennradsport mit starker Körperbeugung ist weniger venenfreundlich.

Leichtes Joggen

Moderates Joggen auf weichen Untergründen wie Waldboden oder Kunststoffbahn ist bei Besenreisern grundsätzlich möglich und förderlich. Das Laufen aktiviert die Wadenmuskelpumpe und verbessert die Durchblutung. Wer Besenreiser oder eine Venenschwäche hat, sollte jedoch auf das Laufen auf hartem Asphalt oder Beton verzichten – die Stoßbelastung bei jedem Schritt kann das Blut ruckartig in die Beinvenen pressen und die Venenklappen belasten.

Tanzen, Aerobic, Stepper, Cross-Trainer

Alle Sportarten mit rhythmischen, gleichmäßigen Beinbewegungen sind für die Venengesundheit geeignet. Tanzen macht dazu noch Spaß und ist leicht in den Alltag integrierbar. Aerobic und Fitnessgeräte wie Stepper oder Cross-Trainer aktivieren die Wadenmuskulatur effektiv, solange die Belastung nicht zu intensiv und stoßartig ist.

Venengymnastik

Venengymnastik ist keine klassische Sportart, aber eine der besten Maßnahmen gegen Besenreiser. Bereits zehn Minuten tägliche Übungen aktivieren die Wadenmuskelpumpe und fördern den Blutabfluss. Beliebte Übungen:

Zehenstand: Auf Zehenspitzen stellen und langsam wieder absenken – 20 Wiederholungen, auch im Stehen gut machbar.

Beinkreisen im Liegen: Beine ausgestreckt abwechselnd kreisen – aktiviert die gesamte Beinmuskulatur.

Fersen-Zehen-Wechsel: Im Sitzen abwechselnd Fersen und Zehen anheben – ideal im Büro oder beim Fernsehen.

Radfahren in der Luft: Auf dem Rücken liegend die Beine wie beim Radfahren bewegen – klassische Venengymnastik.

Beine hochlegen: Nach dem Sport oder längerem Stehen die Beine für 10–15 Minuten über Herzhöhe hochlegen – erleichtert den Blutabfluss.

Welche Sportarten können Besenreiser verschlimmern?

Nicht jede Form von Bewegung ist gut für die Venen. Folgende Sportarten können bei bestehenden Besenreisern oder Venenschwäche das Problem verstärken:

Intensives Krafttraining

Das ist die problematischste Sportart für die Venengesundheit. Beim schweren Heben wird die Bauchpresse stark angespannt – das erhöht den Druck im Bauchraum massiv. Dieser Druck wird auf die untere Hohlvene übertragen und presst das Blut in die Beinvenen, wo es gegen die Venenklappen drückt. Bei chronischer Belastung können die Klappen langfristig schädigen. Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie rät bei Venenleiden ausdrücklich vom intensiven Kraftsport ab.

Wichtig: Das bedeutet nicht, dass Kraftübungen generell schlecht sind. Gezieltes Wadentraining – zum Beispiel Wadenheben oder Beinpressen mit leichtem Gewicht – kann die Venen sogar stärken. Das Problem liegt spezifisch beim schweren Heben mit starker Belastung der Körpermitte.

Laufen auf hartem Untergrund

Joggen auf Asphalt oder Beton erzeugt bei jedem Schritt eine starke Stoßbelastung. Diese kann das Blut ruckartig in die Beinvenen pressen und die Venenklappen belasten. Wer trotzdem laufen möchte: Weiche Untergründe wählen, gutes Schuhwerk mit Dämpfung tragen und auf übermäßig lange Laufstrecken verzichten.

Kampfsportarten und Sportarten mit Abbremsbewegungen

Fußball, Basketball, Handball und ähnliche Sportarten mit kurzen, schnellen Start-Stopp-Bewegungen sind für Venenpatienten eingeschränkt geeignet. Die abrupten Bremsbewegungen erzeugen Stoßbelastungen auf die Venen. Dazu kommt das Verletzungsrisiko.

Kanufahren und Sportarten mit langem Sitzen

Sportarten, bei denen die Beine längere Zeit angewinkelt oder stillgehalten werden – wie Kanufahren – behindern den Blutabfluss aus den Beinvenen. Die Wadenmuskelpumpe ist außer Betrieb, wenn die Beine sich nicht bewegen. Das führt zu venöser Stauung.

Krafttraining und Besenreiser: Was ist erlaubt?

Viele Menschen, die regelmäßig im Fitnessstudio trainieren, bemerken mit der Zeit mehr sichtbare Venen und Äderchen an den Beinen. Das hat einen einfachen Grund: Durch Krafttraining nimmt das Unterhautfettgewebe ab, besonders an den Beinen. Die Venen liegen damit näher an der Hautoberfläche und werden sichtbarer. Das bedeutet nicht zwingend, dass neue Besenreiser entstehen – oft treten die vorhandenen Venen einfach deutlicher hervor. Dennoch gibt es venöse Risiken beim Krafttraining, die vom Trainingstyp abhängen:

Unbedenklich: Leichtes bis mittleres Krafttraining mit normaler Atemtechnik, Wadentraining, Beinpressen mit moderatem Gewicht, Dehnungen.

Eingeschränkt: Intensives Ausdauertraining an Geräten wie dem Rudergerät, wenn die Haltung den Bauchraum stark einschränkt.

Zu vermeiden: Maximalkraftübungen mit Bauchpresse (schweres Kreuzheben, schwere Kniebeugen mit Langhantel über dem Kopf, schweres Bankdrücken), Luft anhalten beim Heben (Valsalva-Manöver).

Tipp für Kraftsportler: Die richtige Atemtechnik ist wichtig. Beim Heben ausatmen, beim Senken einatmen – nie die Luft anhalten. Das reduziert den Druckanstieg im Bauchraum erheblich.

Praktische Tipps für Sport mit Besenreisern

Kompressionsstrümpfe beim Sport tragen: Wer bereits eine ausgeprägte Venenschwäche hat, sollte beim Sport – außer beim Schwimmen – Kompressionsstrümpfe tragen. Sie unterstützen die Venenwände und verhindern, dass sich die Venen unter Belastung weiten.

Beine nach dem Sport hochlegen: 10–15 Minuten nach dem Training die Beine über Herzhöhe legen. Das fördert den Blutabfluss und entlastet die Venen nach der Belastung.

Kühle Wechseldusche: Nach dem Sport die Beine mit kühlem Wasser abduschen – von unten nach oben, in Richtung Herz. Kälte zieht die Venen zusammen und verbessert den Blutfluss.

Bequemes Schuhwerk: Beim Sport auf gute Dämpfung und Passform achten. Zu enges Schuhwerk kann den Blutfluss im Knöchelbereich behindern.

Regelmäßigkeit über Intensität: Für die Venengesundheit ist regelmäßige, moderate Bewegung wirksamer als gelegentliches intensives Training. Täglich 30 Minuten gehen bringt mehr für die Venen als einmal pro Woche eine Stunde intensiver Sport.

Pausen beim Stehen: Wer berufsbedingt viel steht, sollte regelmäßig kurze Gehpausen einlegen und Zehenstände machen – das aktiviert die Wadenmuskelpumpe auch ohne Sport.

Sport allein reicht nicht: Was die Algensalbe ergänzend bewirken kann

Sport ist die beste Prävention gegen Besenreiser – aber er kann bestehende, sichtbare Äderchen nicht zum Verschwinden bringen. Einmal erweiterte Gefäße ziehen sich ohne äußere Unterstützung nicht mehr zusammen.

Hier setzt die Biovolen Aktiv Algensalbe an: Der biotechnologisch gewonnene Extrakt aus Chlorella vulgaris enthält kollagenähnliche Substanzen, die die Stabilität der Venenwände unterstützen und die Mikrozirkulation in den Gefäßen anregen können. In Kombination mit regelmäßigem, venenfreundlichem Sport entsteht so ein doppelter Ansatz: Sport stärkt die Wadenmuskelpumpe und beugt neuen Besenreisern vor, die Algensalbe ergänzt durch mögliche Unterstützung der Gefäßstruktur.

Besonders effektiv: Die Salbe nach dem Sport auf die Beine auftragen und dabei von unten nach oben – also vom Fuß in Richtung Herz – einmassieren. Das unterstützt den venösen Rückfluss zusätzlich und macht die Massage zu einer kleinen Venengymnastik.

Häufig gestellte Fragen zu Besenreisern und Sport

Kann Sport Besenreiser verschwinden lassen?

Nein – einmal entstandene Besenreiser können durch Sport allein nicht vollständig beseitigt werden. Die erweiterten Gefäße schließen sich ohne medizinische Behandlung (Verödung oder Laser) nicht mehr. Was Sport leisten kann: das Fortschreiten stoppen, neuen Besenreisern vorbeugen und das allgemeine Erscheinungsbild der Beine verbessern.

Ist Laufen mit Besenreisern erlaubt?

Ja – mit Einschränkungen. Leichtes Joggen auf weichen Untergründen ist in Ordnung und förderlich. Intensives Laufen auf Asphalt oder mit sehr hohem Trainingspensum kann die Venenklappen durch Stoßbelastung belasten.

Darf ich mit Besenreisern ins Fitnessstudio?

Ja – mit Berücksichtigung der oben genannten Einschränkungen. Ausdauergeräte wie Crosstrainer, Stepper oder Radergometer sind ideal. Schweres Gewichtheben und Übungen mit starker Belastung der Körpermitte sollten reduziert oder angepasst werden.

Hilft Radfahren gegen Besenreiser?

Ja – Radfahren ist eine der venenfreundlichsten Sportarten und aktiviert die Wadenmuskelpumpe effektiv. Wichtig ist eine aufrechte Sitzposition, damit der Leisten- und Bauchbereich nicht abknickt.

Soll ich beim Sport Kompressionsstrümpfe tragen?

Bei bereits ausgeprägter Venenschwäche oder Besenreisern empfehlen Phlebologen, beim Sport – außer beim Schwimmen – Kompressionsstrümpfe zu tragen. Die Kompression unterstützt die Venenwände und verhindert ein weiteres Aufweiten unter Belastung.

Warum habe ich nach dem Sport mehr sichtbare Adern?

Nach dem Sport weiten sich die Venen vorübergehend, weil mehr Blut durch den Körper gepumpt wird. Das ist völlig normal und kein Zeichen für neue Besenreiser. Das normalisiert sich in der Regel nach einer Ruhephase. Wenn die Beine nach dem Sport hochgelegt werden, beschleunigt das diesen Prozess.

Fazit

Sport ist kein Risiko für Besenreiser – im Gegenteil. Regelmäßige, venenfreundliche Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Verlangsamung von Besenreisern. Schwimmen, Walking, Radfahren und Venengymnastik stärken die Wadenmuskelpumpe und entlasten die Beinvenen nachhaltig. Worauf es ankommt: die richtige Sportart wählen, Intensität mit Vernunft dosieren und die Venen mit einfachen Begleitmaßnahmen wie Beine hochlegen und kühlen Wechselduschen unterstützen. Wer zusätzlich auf eine gefäßstärkende Pflege setzt, kann den Effekt weiter verstärken. Bei ausgeprägte Venenschwäche, Krampfadern oder Besenreisern, die sich trotz Bewegung verschlimmern, ist ein Besuch beim Phlebologen empfehlenswert – um die richtige Sport Dosierung und eventuelle Behandlungsoptionen gemeinsam zu besprechen.

QUELLEN

  • Füeßl HS. Besenreiser, Varikosis, Ulcus cruris. Beinliche Übel [Spider-bust, varicosis, crural ulcer - problems of the legs]. MMW Fortschr Med. 2014 Oct 23;156(18):40. German. PMID: 25464542.
  • Diehm C, Diehm N. Kneipp-Kur, Sklerosierung, Krossektomie. Was hilft wirklich gegen Krampfadern und Besenreiser? [Kneipp hydrotherapy, sclerotherapy, crossectomy. What really helps in varicose veins and spider veins?]. MMW Fortschr Med. 2002 Sep 5;144(35-36):22-7. German. PMID: 12380351.

      Lina Mattern

      Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule Kempten hat sich Lina privat und beruflich mit Themen aus der Gesundheits-, Fitness- und Beautybranche befasst. Seitdem recherchiert und schreibt sie Blogartikel in dieser Branche und ist Expertin im Beauty- und Gesundheitsbereich. Neben dem Schreiben von aktuellen und ausführlich recherchierten Artikeln, betreut sie auch Social Media Kanäle, die sich um Tipps rund um Schönheit und Gesundheit drehen. Die Blogartikel und der Content orientieren sich dabei immer an der aktuellen Forschungslage.