Besenreiser wegspritzen: Geht das so einfach?

Redaktion, 24. Juni 2026

besenreiser wegspritzen

Besenreiser einfach wegspritzen - leichter gesagt als getan?

Besonders bei Erwachsenen lassen sich im Laufe des Lebens häufig kleine, blaue Äderchen auf der Haut entdecken. Diese sogenannten Besenreiser zeichnen sich meist an den Beinen ab und sind ungern gesehen. Doch besteht mit ihnen, abgesehen vom optischen Ärgernis, ein noch größeres Problem, das auch gesundheitliche Bedenken auslöst? Was die Mini-Krampfadern zu bedeuten haben und wie man seinen Körper davor bewahren kann, zeigen wir in diesem Artikel.

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Je älter wir werden, desto vielfältiger werden unsere Hautprobleme. Neben Orangenhaut kann es auch zu sichtbaren Adern kommen. Diese nennen sich Besenreiser. Um die sichtbaren Adern loszuwerden, haben sich viele tausend Frauen einer risikoreichen Laserbehandlung unterzogen. Umso besser, dass Forscher nun eine risikolose Methode für Zuhause entdeckt haben.

Was bedeutet "Besenreiser wegspritzen" eigentlich?

Hinter dem umgangssprachlichen Begriff verbirgt sich ein medizinisches Verfahren, das in der Dermatologie und Phlebologie als Sklerotherapie oder Verödung bezeichnet wird. Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff, bei dem die erweiterten Venen gezielt von innen heraus verschlossen werden.

Der Ausdruck „einfach wegspritzen“ führt im Alltag jedoch häufig zu falschen Vorstellungen. Viele Menschen denken an ein schnelles, risikofreies Beauty-Treatment, das die Äderchen wie durch Zauberei sofort verschwinden lässt. In der Realität ist die Verödung jedoch ein medizinischer Prozess. Das Blutgefäß wird nicht abgesaugt, sondern im Körper zerstört, sodass der Organismus es in den folgenden Wochen erst eigenständig abbauen muss.

Wie läuft die Behandlung beim Wegspritzen von Besenreisern ab?

Die Behandlung findet ambulant in einer Facharztpraxis statt und erfordert keine örtliche Betäubung. Der Ablauf erfolgt in festen Schritten:


  • Desinfektion: Die betroffenen Hautareale an den Beinen werden gründlich gereinigt.

  • Injektion: Der Arzt führt eine extrem feine Nadel in die winzigen Gefäße ein und spritzt das Verödungsmittel hinein.

  • Kompression: Direkt nach dem Einstich wird ein Druckverband oder ein Kompressionsstrumpf angelegt, um das Gefäß zusammenzupressen.

Als Wirkstoff wird meist ein flüssiges oder aufgeschäumtes Verödungsmittel (wie Polidocanol) genutzt. Dieses Mittel reizt die innerste Schicht der Gefäßwand (Endothel) ganz gezielt. Es kommt zu einer künstlichen Entzündung, wodurch die Wände der Vene miteinander verkleben und das Gefäß dauerhaft verschließen. Da kein Blut mehr hindurchfließen kann, verblasst die rote oder blaue Färbung im Laufe der Zeit.

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Tut das Wegspritzen von Besenreisern weh?

Da das Schmerzempfinden sehr individuell ist, wird die Behandlung von Patienten unterschiedlich wahrgenommen. Die verwendeten Nadeln sind jedoch so hauchdünn, dass der eigentliche Einstich kaum spürbar ist.

Die meisten Betroffenen berichten eher von einem kurzen, brennenden oder ziehenden Gefühl, sobald das Verödungsmittel in die Vene einfließt und zu wirken beginnt. Dieser Schmerz ist am ehesten mit einem leichten Insektenstich oder dem Zupfen eines Haares vergleichbar und lässt meist schon wenige Minuten nach der Injektion wieder spürbar nach.

Wann sieht man ein Ergebnis nach dem Wegspritzen?

Geduld ist nach dem Eingriff ein wichtiger Faktor, da die behandelten Stellen nicht sofort makellos aussehen. Der realistische Zeitrahmen bis zur vollständigen Abheilung und dem sichtbaren Verblassen der Äderchen liegt meist zwischen vier und acht Wochen. Direkt nach der Behandlung wirken die Beine durch kleine Blutergüsse oft sogar erst einmal unruhiger als vorher.

Zudem ist in den seltensten Fällen mit nur einem einzigen Termin alles erledigt. Da Besenreiser meist flächig und in Netzen auftreten, sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig. Pro Termin kann der Arzt nur eine bestimmte Menge des Verödungsmittels spritzen, um den Kreislauf nicht zu belasten.

Welche Nebenwirkungen kann das Wegspritzen haben?

Obwohl die Sklerotherapie als sicheres Verfahren gilt, hinterlässt der chemische Reiz Spuren auf und unter der Haut.

Häufige und völlig harmlose Reaktionen sind lokale Rötungen, leichte Schwellungen um die Einstichstellen und blaue Flecken (Hämatome). Diese Begleiterscheinungen klingen nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Gelegentlich entstehen auch bräunliche Verfärbungen der Haut (Hyperpigmentierungen), die durch den Abbau von Blutfarbstoff entstehen und mehrere Monate sichtbar bleiben können. Seltene, aber ernste Risiken umfassen allergische Reaktionen auf das Mittel, kleine Hautnekrosen (Absterben von Gewebe bei Fehlstichen) oder tiefe Venenthrombosen.

Wer diese Risiken scheut oder unter sehr empfindlicher Haut leidet, findet in einer gezielten Außenpflege eine schonende Alternative. Eine hochwertige Algensalbe dient hier als sanfte, begleitende Pflege ohne jegliche medizinische Risiken. Die im Extrakt aus Chlorella vulgaris enthaltenen kollagenähnlichen Substanzen können dazu beitragen, die Venenwände zu stabilisieren und die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen zu fördern.

Was sagen Erfahrungen von Patienten zum Wegspritzen?

In Internetforen und auf Bewertungsportalen teilen viele Betroffene ihre persönlichen Erfahrungen mit der Sklerotherapie. Die Rückmeldungen sind überwiegend positiv, besonders wenn es um das kosmetische Endergebnis nach einigen Monaten geht. Viele Frauen berichten von einem deutlichen Zugewinn an Lebensqualität im Sommer.

Allerdings sollte man diese Berichte immer mit einer gewissen Skepsis lesen. Manche Patienten äußern Enttäuschung, weil sie nicht ausreichend über die nötige Geduld und die Phase der blauen Flecken aufgeklärt wurden. Auch das Phänomen, dass nach einigen Jahren an anderen Stellen neue Besenreiser entstehen, wird oft kritisiert – dies liegt jedoch an der genetischen Veranlagung der Betroffenen und nicht an Fehlern bei der Behandlung.

Was kostet das Wegspritzen von Besenreisern?

Die finanziellen Aufwendungen für eine Verödung müssen im Vorfeld genau kalkuliert werden. Pro Sitzung bewegt sich der Preis in der Regel in einer Spanne von 80 bis 200 Euro. Da meist zwei bis vier Termine notwendig sind, belaufen sich die Gesamtkosten schnell auf mehrere hundert Euro.

Die Preise können regional stark variieren, da sich die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) richtet und vom individuellen Aufwand sowie der Menge des benötigten Materials abhängt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten grundsätzlich nicht, da Besenreiser als rein kosmetisches Problem eingestuft werden und keine medizinische Notwendigkeit für den Eingriff vorliegt.

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Ist Sport nach dem Wegspritzen von Besenreisern erlaubt?

Nach der Verödung ist der Körper zwar sofort wieder einsatzbereit, das Gefäßsystem benötigt jedoch eine kurze Schonfrist. Als Faustregel gilt eine Wartezeit von etwa drei bis sieben Tagen bis zur nächsten intensiven Sporteinheit, um den Druck auf die Venen nicht künstlich zu erhöhen.

Sportarten, die mit Erschütterungen, abrupten Stopps oder schwerem Heben verbunden sind, sollten in der ersten Woche unbedingt vermieden werden. Dazu gehören:

  • Joggen und Seilspringen
  • Krafttraining mit schweren Gewichten
  • Tennis oder Squash

Sanfte Bewegungen wie Spazierengehen oder moderates Fahrradfahren im flachen Gelände sind hingegen schon am Folgetag erlaubt und sogar erwünscht, da sie den Blutrückfluss in den tiefen Venen aktivieren.

Fazit

Das Wegspritzen von Besenreisern ist eine hochwirksame Methode, um störende Äderchen dauerhaft zu entfernen. Dennoch sollte der Eingriff als medizinische Maßnahme und nicht als unkompliziertes Beauty-Treatment verstanden werden. Ein guter Kandidat ist, wer realistische Erwartungen mitbringt, die Kosten selbst tragen kann und bereit ist, konsequent Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Als risikofreie Ergänzung oder erste Maßnahme im Alltag bietet sich eine Algensalbe an. Diese vorbeugende Pflege nutzt die Kraft maritimer Wirkstoffe, um die Widerstandsfähigkeit der Hautstruktur zu stärken und die feinen Gefäße vor externem Stress zu schützen. Der Schritt zur Verödung lohnt sich vor allem dann, wenn der kosmetische Leidensdruck sehr hoch ist und die Äderchen flächig ausgeprägt sind. Wer hingegen nur vereinzelte Linien bemerkt oder empfindliche Gefäße besitzt, fährt mit einer konservativen, täglichen Pflege oft zuerst bodenständiger und sicherer.

QUELLEN

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  • Bertanha M, Sobreira ML, Bernardes RC, Jaldin RG, Silva NRRP, Carvalho ECA, Cocate FC, Yoshida WB. Patient-reported quality of life after sclerotherapy: results of randomized controlled trials. J Vasc Bras. 2019 Apr 1;18:e20180078. doi: 10.1590/1677-5449.180078. PMID: 31907682.
  • Worthington-Kirsch RL. Injection sclerotherapy. Semin Intervent Radiol. 2005 Sep;22(3):209-17. doi: 10.1055/s-2005-921954. PMID: 21326700.
      Autor Simon Engelhardt

      Simon Engelhardt

      Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert.