Durchblutungsstörung an den Füßen: Diese Behandlung hilft 

Redaktion, 24. März 2025

Durchblutungsstörung Füße

Durchblutungsstörungen kommen hauptsächlich in Händen und Füßen vor.

Ständig fühlen sich die Füße taub an oder kribbeln, als wären sie eingeschlafen. Das weist auf eine Durchblutungsstörung an den Füßen hin, die man nicht unterschätzen sollte. Doch was lässt sich tun, um die Durchblutung wieder richtig in Gang zu bekommen? Je nachdem, wie weit diese Durchblutungsstörung fortgeschritten ist, gibt es verschiedene Ansätze, dem Problem entgegenzuwirken. Welche Behandlung wann am besten wirkt, erklären wir im folgenden Artikel.

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Was ist eine Durchblutungsstörung?

Ist von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit die Rede, geht es um eine Durchblutungsstörung. Diese kann harmlos sein, aber auch ein Hinweis auf ernste Gefäßprobleme. Sie tritt auf, wenn das Blut aufgrund verschiedener Ursachen nicht mehr ungehindert durch die Gefäße fließen kann.

Besonders betroffen sind oft die Hände und Füße, da sie am weitesten vom Herzen entfernt liegen. Dadurch bekommen sie als Erstes weniger Sauerstoff und Nährstoffe, was sich durch Symptome wie kalte, blasse oder kribbelnde Gliedmaßen äußern kann. Während kurzfristige Durchblutungsstörungen oft harmlos sind, können langfristige Probleme ein Warnsignal für ernstere Erkrankungen wie arterielle Verschlusskrankheiten oder Diabetes sein.

Was sind die Ursachen für eine Durchblutungsstörung an den Füßen?

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine Durchblutungsstörung, bei der Ablagerungen in den Arterien den Blutfluss behindern. Besonders die Füße sind häufig betroffen, da sie am weitesten vom Herzen entfernt liegen und der Bluttransport hier gegen die Schwerkraft erfolgt. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass das Blut nicht mehr ungehindert zirkuliert.

Alter

Mit zunehmendem Alter verlieren die Blutgefäße an Elastizität. Die Gefäßwände werden starrer und können sich schlechter an Veränderungen im Blutdruck anpassen. Dadurch steigt das Risiko für Ablagerungen in den Arterien, die den Blutfluss behindern. Zudem nimmt die Muskelaktivität in den Beinen häufig ab, was die Durchblutung weiter verschlechtert.

Hoher Cholesterinspiegel

Ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel begünstigt Ablagerungen in den Gefäßwänden, die sogenannten Plaques. Diese verengen die Arterien, wodurch sich der Blutfluss verlangsamt. Besonders in den Beinen und Füßen kann dies zu Symptomen wie Kältegefühl, Schmerzen oder Taubheitsgefühlen führen. In fortgeschrittenen Fällen können sogar Wunden entstehen, die schlecht heilen.

Wenig Bewegung

Ein weiterer Faktor ist Bewegungsmangel. Wer viel sitzt und sich wenig bewegt, fördert nicht gerade die Blutzirkulation. Besonders Menschen mit Bürojobs oder einem generell inaktiven Lebensstil haben ein höheres Risiko für Durchblutungsprobleme. Ebenso kann Übergewicht zusätzlichen Druck auf die Gefäße ausüben und den Blutfluss weiter einschränken.

Diabetes

Auch Diabetes kann eine Rolle spielen: Hohe Blutzuckerwerte schädigen langfristig die Blutgefäße und Nerven, was nicht nur die Durchblutung verschlechtert, sondern auch das Schmerzempfinden beeinträchtigt. Dadurch bleiben kleinere Verletzungen oder Entzündungen oft unbemerkt, was das Risiko für ernsthafte Komplikationen erhöht.

Rauchen

Nikotin hat eine direkte schädliche Wirkung auf die Blutgefäße. Es führt zu einer Verengung der Arterien, wodurch weniger sauerstoffreiches Blut in die Füße gelangt. Langfristig kann Rauchen zu Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) führen, die das Risiko für ernsthafte Durchblutungsprobleme, bis hin zu Geschwüren oder Gewebeabsterben, erhöhen. 

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Woran erkennt man eine Durchblutungsstörung?

Eine Durchblutungsstörung in den Füßen macht sich oft schleichend bemerkbar. Anfangs sind die Symptome mild, doch mit der Zeit können sie intensiver werden und auf eine ernsthafte Einschränkung der Blutzufuhr hindeuten. Auf folgende Anzeichen gilt es zu achten: 

Kalte oder blasse Füße
Ein häufiges Anzeichen für eine schlechte Durchblutung ist eine veränderte Hauttemperatur. Da weniger sauerstoffreiches Blut in die Füße gelangt, fühlen sich diese oft kalt an – selbst wenn der restliche Körper warm ist. Die Haut kann zudem blasser erscheinen, da die Blutversorgung eingeschränkt ist.

Kribbeln und Taubheitsgefühle
Ein weiteres Warnsignal sind unangenehme Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle. Diese entstehen, wenn Nerven aufgrund mangelnder Sauerstoffversorgung nicht mehr optimal arbeiten können. Besonders nach langem Sitzen oder in Ruhephasen treten diese Symptome verstärkt auf.

Schmerzen beim Gehen
Wenn die Beine oder Füße nach kurzer Gehstrecke anfangen zu schmerzen, kann eine periphere arterielle Verschlusskrankheit dahinterstecken. Die Muskeln erhalten nicht genug Sauerstoff, was zu Schmerzen führt, die in Ruhe wieder nachlassen. Betroffene müssen beim Gehen häufig Pausen einlegen, daher ist der Begriff auch unter „Schaufensterkrankheit“ bekannt.

Schlecht heilende Wunden
Eine gestörte Durchblutung beeinträchtigt die Wundheilung, da Nährstoffe und Sauerstoff nur verzögert in das betroffene Gewebe gelangen. Selbst kleine Verletzungen oder Druckstellen können sich entzünden oder zu offenen Wunden entwickeln, die nur langsam abheilen.

Besenreiser und Krampfadern
Besenreiser sind kleine, rötlich-bläuliche Äderchen, die vor allem an den Beinen sichtbar werden. Sie entstehen, wenn sich das Blut in den Venen staut und die Gefäßwände erweitern. Auch wenn Besenreiser meist harmlos sind, können sie auf eine beginnende Venenschwäche hinweisen, die langfristig die Durchblutung in den Beinen beeinträchtigen kann. Werden sie von schweren Beinen oder Schwellungen begleitet, sollte die Durchblutung genauer untersucht werden.

Schwellungen in den Füßen und Knöcheln
Eine unzureichende Blutzirkulation kann dazu führen, dass sich Flüssigkeit in den unteren Extremitäten staut. Geschwollene Füße oder Knöchel, die besonders nach langem Sitzen oder Stehen auftreten, sind ein mögliches Anzeichen für eine venöse Durchblutungsstörung.

Wie lässt sich eine Durchblutungsstörung an den Füßen behandeln?

Die Behandlung einer Durchblutungsstörung hängt von der Ursache und dem Schweregrad ab. Während leichte Durchblutungsstörungen oft mit Bewegung und Lebensstiländerungen verbessert werden können, erfordern schwerere Fälle medizinische Therapien oder sogar operative Eingriffe. Eine frühzeitige Diagnose hilft, die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. 

Bewegung und Ernährung

Regelmäßige Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Förderung der Durchblutung. Spaziergänge, moderater Ausdauersport oder spezielle Gefäßtraining-Übungen wie das sogenannte Gehtraining helfen, die Blutgefäße zu erweitern und die Sauerstoffversorgung der Muskeln zu verbessern. Besonders für Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit wird Gehtraining von Ärzten empfohlen, um die Durchblutung in den Beinen zu optimieren.

Zudem sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Ballaststoffen ist, um die Gefäße gesund zu halten. Der Verzicht auf Nikotin spielt ebenfalls eine große Rolle.

Medikamente

Je nach Ursache der Durchblutungsstörung können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen:

  • Blutverdünner (z. B. Acetylsalicylsäure, Clopidogrel): Diese Medikamente reduzieren das Risiko von Blutgerinnseln und verbessern den Blutfluss. Sie werden oft bei arteriellen Durchblutungsstörungen verschrieben.

  • Gefäßerweiternde Medikamente (z. B. Cilostazol, Pentoxifyllin): Sie helfen, die Blutzirkulation zu verbessern, indem sie die Gefäße erweitern und die Fließeigenschaften des Blutes optimieren.

  • Cholesterinsenker (Statine): Falls eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vorliegt, können Statine den Cholesterinspiegel senken und das Fortschreiten der Gefäßverengung verlangsamen.

  • Venentonika (z. B. Rosskastanienextrakt, Diosmin): Diese pflanzlichen oder synthetischen Wirkstoffe unterstützen die Venenfunktion und können helfen, Schwellungen und schwere Beine zu reduzieren.

Medizinische Maßnahmen vom Arzt

Bei anhaltenden oder zunehmenden Symptomen ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. Der erste Ansprechpartner ist in der Regel ein Hausarzt, der eine erste Einschätzung vornimmt. Je nach Ursache kann eine Überweisung an einen Angiologen (Gefäßspezialisten), Phlebologen (Venenspezialisten) oder Kardiologen (Herzspezialisten) erfolgen.

Falls die Durchblutung stark eingeschränkt ist, können interventionelle oder operative Eingriffe notwendig sein:

  • Gefäßaufdehnung (Ballonangioplastie): Verengte Arterien werden mit einem kleinen Ballon gedehnt, um den Blutfluss zu verbessern.

  • Stentimplantation: Falls nötig, wird zusätzlich eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt, um die Arterie offen zu halten.

  • Bypass-Operation: Bei schwerwiegenden Verengungen kann eine Umgehung der betroffenen Arterie mittels einer Gefäßprothese oder körpereigener Vene erfolgen.

Welche Hausmittel helfen bei einer Durchblutungsstörung im Fuß?

Neben medizinischen Behandlungen können verschiedene Hausmittel dazu beitragen, die Durchblutung in den Füßen zu fördern. Diese Methoden sind besonders zur Unterstützung und Vorbeugung bei leichten Durchblutungsstörungen geeignet.

Wechselbäder und Fußmassagen

Wechselbäder fördern die Durchblutung, indem sie die Blutgefäße abwechselnd weiten und verengen. Dabei werden die Füße zunächst für etwa fünf Minuten in warmes Wasser (circa 38–40 °C) und anschließend für 30 Sekunden in kaltes Wasser (circa 10–15 °C) getaucht. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden und trägt dazu bei, den Blutfluss zu verbessern.

Eine regelmäßige Fußmassage mit durchblutungsfördernden Ölen wie Rosmarin- oder Ingweröl kann ebenfalls unterstützend wirken. Sie lockert die Muskulatur, fördert die Blutzirkulation und sorgt für eine bessere Versorgung des Gewebes.

Bewegung und Fußgymnastik

Gezielte Bewegungsübungen können helfen, die Blutzirkulation anzuregen. Dazu zählen Fußkreisen, Zehenwippen oder das Rollen eines kleinen Balls unter der Fußsohle. Auch das regelmäßige Hochlegen der Beine unterstützt den Blutfluss und entlastet die Gefäße.

Scharfstoffe

Bestimmte Lebensmittel enthalten Inhaltsstoffe, die eine gefäßerweiternde Wirkung haben. Dazu gehören Ingwer, Cayennepfeffer und Knoblauch. Ingwer beispielsweise kann in Form von Tee konsumiert werden, um den Blutfluss zu fördern. Knoblauch wird nachgesagt, dass er Ablagerungen in den Arterien reduzieren und somit die Durchblutung unterstützen kann.

Rosmarin und Senfmehl

Ein warmes Fußbad mit Rosmarin, Senfmehl oder ätherischen Ölen regt die Durchblutung an und sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung des Gewebes. Rosmarin hat eine anregende Wirkung auf die Blutzirkulation, während Senfmehl die Gefäße erweitern kann.

Wieso kommt es in der Schwangerschaft zu kalten Füßen?

Während der Schwangerschaft verändert sich die Durchblutung des Körpers erheblich, was häufig zu Durchblutungsstörungen in den Beinen und Füßen führt, was kalte Füße verursacht.

Der wachsende Druck der Gebärmutter auf die Blutgefäße, insbesondere auf die große Hohlvene (Vena cava), kann den Rückfluss des Blutes zum Herzen verlangsamen und auch Schwellungen oder Krampfadern begünstigen. Zusätzlich sorgt ein erhöhter Progesteronspiegel dafür, dass sich die Gefäßwände entspannen, was zwar die Plazentadurchblutung verbessert, aber gleichzeitig den Blutfluss in den Beinen verlangsamen kann.

Auch das während der Schwangerschaft stark ansteigende Blutvolumen belastet die Venen umso mehr. Weniger Bewegung, besonders im letzten Trimester, kann die Muskelpumpe in den Beinen schwächen, was die Blutzirkulation weiter einschränkt.

Um Beschwerden wie kalte Füße, Schwellungen oder Krampfadern zu vermeiden, können regelmäßige Bewegung, das Hochlagern der Beine und Stützstrümpfe unterstützend wirken.

Fazit

In Deutschland sind etwa 5 Millionen Leute von einer Durchblutungsstörung in den Füßen betroffen. Meist hat das nur harmlose Auswirkungen, die aber trotzdem lästig sein können. Sowohl äußerlich in Form von Besenreisern oder innerlich durch das Kribbeln im Fuß können Betroffene beeinträchtigt werden. Bei Besenreisern greifen viele zur Biovolen Algensalbe, die speziell zur Anwendung bei diesen Problem entwickelt wurde. Bei tieferliegenden Problemen ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen, um eine frühzeitige Diagnose zu erhalten. Das kann entscheidend für den Erfolg der Therapie sein.

QUELLEN

  • K. Gebauer, K. Wintersohl, R. Kraska, K. Kortendick, U. Fahrland, E. Freisinger, M. Meyborg, J. Stella, C. Engelbertz, H. Reinecke, N. Malyar: Medikamentöse Sekundärprävention bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit; PMCID: PMC8413156 PMID: 33206202; 18. November 2020
  • Deutsches Ärzteblatt: Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit; Zuletzt aufgerufen am 24.03.2025
      Autor Simon Engelhardt

      Simon Engelhardt

      Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert.